TSV Heiningen –  Meißenheim mit 43 : 36  (20 : 18)

TSV Heiningen gewinnt das Spitzenspiel gegen Meißenheim

Von Michael Kohnle

Fotos Axel Höer

Was für ein Handballabend in der Voralbhalle! Im mit Spannung erwarteten Duell des Tabellenführers gegen den Tabellendritten HTV Meißenheim lieferten sich die beiden Mannschaften einen temporeichen Schlagabtausch mit zahlreichen Toren, intensiven Zweikämpfen und jeder Menge Emotionen. Am Ende jubelten die Staren: Der TSV Heiningen setzte sich mit 43:36 (20:18) durch und verteidigte damit seine weiße Weste in der Regionalliga.

Die Ausgangslage versprach ein echtes Spitzenspiel. Heiningen ging als Spitzenreiter mit sechs Siegen aus sechs Partien in die Begegnung, während Meißenheim als Tabellendritter mit vier Siegen und zwei Niederlagen anreiste. Die Gäste wollten dem Favoriten die ersten Punkte abnehmen. Doch die Staren machten vor heimischem Publikum deutlich, dass sie ihre Erfolgsserie unbedingt fortsetzen wollten.

Ein Auftakt mit offenem Visier

Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Doch die Antwort der Heininger ließ nicht lange auf sich warten. Felix Neudeck und Finn Krempl brachten die Gastgeber zurück ins Spiel, ehe Moritz Fink zum 3:3 ausglich. Wenig später übernahm der TSV erstmals die Führung und setzte sich durch Treffer von Neudeck, Nick Kohnle und Fink auf 5:3 ab.

Doch Meißenheim erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. Mit viel Tempo und Konsequenz im Abschluss hielten die Gäste dagegen und ließen die Staren zunächst nicht entscheidend davonziehen. Immer wieder fanden sie Lücken in der Heininger Defensive und verkürzten den Rückstand.

Vor allem Nick Kohnle zeigte sich früh in Torlaune. Gemeinsam mit Moritz Fink, der auch vom Siebenmeterstrich sicher blieb, sorgte er dafür, dass Heiningen die Kontrolle nicht verlor. Dann eine Schrecksekunde beim Stande von 12:10 in der 19. Spielminute, der Meißenheimer Angreifer fiel nach seiner Aktion unglücklich auf Samuel Latka am Boden liegend und traf ihn im Gesicht. Er musste nach dem Spiel in die Klinik mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Gute Besserung an dieser Stelle an Samuel Latka. Als Johannes Reinelt zum 12:10 traf und Finn Krempl wenig später auf 13:11 erhöhte, schien der TSV das Geschehen wieder im Griff zu haben.

Doch Meißenheim kämpfte sich zurück. Beim 13:13 war die Partie wieder völlig offen. Die Voralbhalle erlebte einen Schlagabtausch, der dem Begriff Spitzenspiel alle Ehre machte.

Starke Schlussphase vor der Pause

In der entscheidenden Phase der ersten Halbzeit bewiesen die Staren Nervenstärke. Felix Kohnle übernahm Verantwortung und brachte Heiningen wieder in Führung. Moritz Fink verwandelte einen Siebenmeter zum 15:14 und legte kurz darauf nach. Als Felix Kohnle auf 17:14 erhöhte, hatte sich der TSV erstmals etwas Luft verschafft.

Auch die Auszeit der Gäste brachte die Heininger Offensive nicht dauerhaft zum Stillstand. Felix Kohnle traf weiter, Felix Weißer setzte einen wichtigen Akzent, und die Gastgeber hielten Meißenheim auf Abstand. Zwar verkürzten die Gäste zwischenzeitlich wieder, doch mit einer verdienten 20:18-Führung ging der TSV in die Kabine.

Die erste Halbzeit hatte bereits gezeigt, dass sich die Staren diesen Erfolg hart erarbeiten mussten. Meißenheim war offensiv gefährlich und nutzte seine Chancen konsequent. Heiningen überzeugte dagegen mit einer breiten Torgefahr und der Fähigkeit, in den entscheidenden Momenten die passende Antwort zu finden.

Nach dem Seitenwechsel drehen die Staren auf

Wer gehofft hatte, dass die zweite Hälfte etwas ruhiger werden würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Nick Kohnle eröffnete den zweiten Durchgang mit dem Treffer zum 21:18. Felix Neudeck, Finn Krempl und Felix Weißer legten nach und sorgten dafür, dass Heiningen den Vorsprung behauptete.

Meißenheim gab sich jedoch keineswegs geschlagen. Immer wieder fanden die Gäste Lösungen im Angriff und hielten den Rückstand zunächst in Grenzen. Beim 25:22 und später beim 26:23 war die Partie noch längst nicht entschieden. Gerade in dieser Phase war Konzentration gefragt, denn jeder Fehler hätte dem HTV die Chance gegeben, nochmals entscheidend heranzurücken. Doch auch Yanik Braun hatte an diesem Abend einen großen Anteil an der Erfolg und hielt die Staren mit seinen Paraden im Spiel.

Doch die Staren hatten an diesem Abend auf nahezu jede Herausforderung eine Antwort. Felix Weißer traf mehrfach in wichtigen Momenten, Nick Kohnle setzte seine starke Vorstellung fort und Moritz Fink übernahm Verantwortung vom Siebenmeterstrich. Als Fink zum 29:26 und anschließend zum 30:26 traf, war das ein wichtiges Signal: Der Tabellenführer wollte sich diesen Heimsieg nicht mehr nehmen lassen.

Die Offensive läuft heiß – Heiningen setzt sich entscheidend ab

In der Schlussviertelstunde entwickelte sich ein wahres Torfestival. Beide Mannschaften spielten mit hohem Tempo, doch die Heininger fanden immer häufiger die entscheidenden Lücken. Felix Kohnle, Felix Weißer und Nick Kohnle bauten den Vorsprung weiter aus. Nach dem Treffer zum 34:29 nahm Meißenheim nochmals eine Auszeit, doch der TSV blieb auf Kurs.

Auch Moritz Fink trug sich weiter in die Torschützenliste ein, ehe Nick Kohnle auf 36:30 stellte. Zwar versuchten die Gäste mit aller Kraft, den Anschluss zu halten, doch Heiningen ließ sich nicht mehr aus dem Rhythmus bringen.

Als Nick Kohnle in der 51. Minute zum 37:31 traf und Niklas Herberger wenig später das 38:32 erzielte, war die Richtung endgültig vorgegeben. Janick Höer erhöhte auf 39:33, ehe Felix Weißer und Nick Kohnle mit weiteren Treffern den Vorsprung auf sieben Tore anwachsen ließen.

Spätestens beim 41:34 war die Voralbhalle endgültig im Jubelmodus. Felix Kohnle legte das 42:34 nach, bevor Tony Abele mit dem Treffer zum 43:34 den Schlusspunkt für die Heininger setzte. Die beiden späten Gegentreffer änderten nichts mehr am verdienten 43:36-Erfolg der Staren.

 

Die Tabellenspitze bleibt fest in Heininger Hand

Dieser Sieg ist weit mehr als nur ein weiterer Erfolg in der laufenden Saison. Im direkten Duell mit dem Tabellendritten hat der TSV Heiningen seine Ambitionen eindrucksvoll unterstrichen. Mit nun sieben Siegen aus sieben Spielen und 14:0 Punkten bleiben die Staren ungeschlagen an der Spitze der Regionalliga Baden-Württemberg.

Meißenheim erwies sich als offensivstarker und hartnäckiger Gegner, der den TSV über weite Strecken forderte. Doch die Heininger überzeugten mit ihrer Durchschlagskraft, ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit und der Fähigkeit, auch in kritischen Phasen die Kontrolle zu behalten. 43 erzielte Treffer sind dabei ein klares Zeichen für die Qualität der Offensive.

Die Saison ist noch lang, und die Konkurrenz wird den Staren weiterhin alles abverlangen. Doch dieser Auftritt gibt Selbstvertrauen und zeigt, dass Heiningen nicht nur gegen vermeintlich schwächere Gegner punkten kann, sondern auch in einem echten Spitzenspiel bestehen will und kann.

Der Traum lebt – die Staren senden ein klares Signal

Am Ende stand ein verdienter 43:36-Heimsieg, der die Zuschauer in der Voralbhalle mit vielen Toren und packenden Szenen belohnte. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie auch unter Druck zusammensteht und in den entscheidenden Momenten ihre offensive Klasse ausspielen kann.

Die Staren bleiben damit das Maß der Dinge in der Regionalliga. Der Tabellenführer hat seine Serie ausgebaut, den dritten der Tabelle bezwungen und die nächsten wichtigen Punkte eingefahren.

Sieben Spiele, sieben Siege, 14:0 Punkte – der TSV Heiningen marschiert weiter. Und wenn die Staren diese Leidenschaft, Spielfreude und Entschlossenheit beibehalten, dürfen die Fans mit großer Zuversicht auf die kommenden Aufgaben blicken.

Es spielten:

Yanik Braun, Tristan Venzl, Moritz Fin (9/2), Johannes Reinelt (1), Niklas Herberger (1), Felix Weißer (7), Felix Neudeck (4), Elias Proksch, Valentin Abt, Samuel Latka, Tony Abele (1), Finn Krempl (4), Nick Kohnle (9), Felix Kohnle (6), Janick