TSV Heiningen – VfL Waiblingen, Freitag 20:30 Uhr
Von Michael Kohnle
TSV Heiningen empfängt am Freitagabend den VfL Waiblingen – zwei ehemalige Staren wollen ihrem früheren Verein das Leben schwer machen.
Freitagabend, Handball in der Voralbhalle und eine Mannschaft, die derzeit von Sieg zu Sieg eilt: Der TSV Heiningen empfängt am Freitag, 23. Oktober 2026, um 20:30 Uhr den VfL Waiblingen in der Handball-Regionalliga Baden-Württemberg. Die Ausgangslage scheint auf den ersten Blick klar: Während die Staren an der Tabellenspitze thronen, kämpfen die Gäste aus Waiblingen am Tabellenende um wichtige Punkte. Doch gerade solche Spiele bergen ihre eigenen Gefahren. Die Heininger wollen ihre beeindruckende Serie fortsetzen und ihre Fans erneut begeistern. Die Tigers dagegen reisen mit dem klaren Ziel an, dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen.
Die Staren sind das Maß der Dinge!
Sieben Spiele, sieben Siege, 14:0 Punkte – die bisherige Saisonbilanz des TSV Heiningen liest sich beeindruckend. Mit einer Tordifferenz von 242:198 stehen die Staren souverän an der Spitze der Regionalliga Baden-Württemberg. Das Team des Trainerduos Hagen Gunzenhauser und Mike Wolz hat eindrucksvoll bewiesen, dass es in dieser Saison ganz vorne mitmischen will.
Dabei ist es nicht allein die offensive Durchschlagskraft, die den TSV auszeichnet. Vielmehr präsentiert sich die Mannschaft als geschlossene Einheit, die auch in schwierigen Spielphasen Lösungen findet und sich durch Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen lässt. Die Staren treten selbstbewusst auf, übernehmen Verantwortung und zeigen Woche für Woche, dass sie ihre Spitzenposition nicht zufällig innehaben.
Doch die Tabellenführung ist kein Ruhekissen. Im Gegenteil: Jeder Gegner wird gegen den Spitzenreiter besonders motiviert antreten. Auch gegen Waiblingen wird es deshalb darauf ankommen, von Beginn an konzentriert zu Werke zu gehen, in der Abwehr beherzt zuzupacken und im Angriff die Chancen konsequent zu nutzen.
Die Staren wollen den achten Sieg im achten Spiel – und die Voralbhalle soll erneut zum Schauplatz eines Heininger Handballfestes werden!
Waiblingen unter Druck – die Tigers brauchen Punkte
Die Situation beim VfL Waiblingen sieht deutlich schwieriger aus. Mit nur drei Punkten aus sechs Spielen belegen die Tigers aktuell den 16. und letzten Tabellenplatz. Ein Sieg, ein Unentschieden und vier Niederlagen stehen bislang zu Buche. Auch das Torverhältnis von 159:178 verdeutlicht, dass die Gäste bisher nicht richtig in Schwung gekommen sind. Bei der Ausgeglichenheit dieser Liga, darf man auf gar keinen Fall, vor allem jetzt am Anfang der Runde, eine Mannschaft nach dem Tabellenplatz beurteilen. Der VfL Waiblingen hat noch vor drei Jahren in der 3. Liga gespielt und hat definitiv mehr Qualität als das der Tabellenplatz aktuell widerspiegelt.
Für die Waiblinger ist die Partie in Heiningen daher eine echte Herausforderung. Einerseits wartet mit dem ungeschlagenen Tabellenführer die aktuell stärkste Mannschaft der Liga, andererseits bietet sich die Gelegenheit, mit einer Überraschung neues Selbstvertrauen zu tanken und wichtige Punkte zu sammeln.
Die Staren müssen deshalb gewarnt sein. Wenn sie den Gästen zu viel Raum lassen oder in der Chancenverwertung nachlässig werden, könnte sich die Begegnung zu einer unangenehmen Aufgabe entwickeln.
Das Ziel der Heininger ist klar: Sie wollen von der ersten Minute an zeigen, wer Herr im Haus ist, das Tempo bestimmen und den Waiblingern möglichst früh den Glauben an eine Überraschung nehmen.
Zwei alte Bekannte kehren zurück
Für zusätzliche Brisanz sorgen zwei Spieler im Waiblinger Trikot, die in Heiningen keine Unbekannten sind: David Schröder und Louis Rummel haben eine Heininger Vergangenheit.
Für beide dürfte die Rückkehr in die Voralbhalle eine besondere Begegnung sein. Sie kennen das Umfeld, die Halle und die Atmosphäre bei den Staren. Nun stehen sie auf der anderen Seite und werden alles daransetzen, ihrem aktuellen Verein zu helfen.
Gerade diese Konstellation macht das Duell interessant. Ehemalige Spieler kennen häufig die Stärken und Schwächen ihrer früheren Mannschaftskameraden. Sie wissen, worauf es ankommt, und sind besonders motiviert, sich gegen ihren ehemaligen Verein zu beweisen.
Die Heininger Defensive wird deshalb gut beraten sein, beide aufmerksam im Auge zu behalten. Schließlich wollen die Staren den Gästen keine Gelegenheit geben, ausgerechnet in der Voralbhalle für eine Überraschung zu sorgen.
Gleichzeitig bietet die Begegnung eine schöne Gelegenheit, alte Weggefährten wiederzusehen – auch wenn auf dem Spielfeld für 60 Minuten die Freundschaft ruht.
Die Vergangenheit mahnt zur Vorsicht
Auch die bisherigen Begegnungen zwischen Heiningen und Waiblingen zeigen, dass sich die Staren auf keinen Selbstläufer einstellen dürfen.
In der vergangenen Saison konnte sich Heiningen auswärts mit 30:23 durchsetzen. Das Rückspiel in der Voralbhalle entwickelte sich dagegen zu einem echten Krimi. Erst in der Schlussphase gelang es den Staren, sich entscheidend abzusetzen und einen knappen 33:31-Heimsieg einzufahren.
Die damalige Begegnung hat gezeigt, dass Waiblingen auch gegen Heiningen durchaus mithalten kann. Über weite Strecken begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Erst in den letzten Minuten machten die Staren den Unterschied.
Diese Erfahrung sollte Warnung genug sein. Auch wenn die aktuelle Tabellensituation eine klare Sprache spricht, werden die Punkte am Freitag nicht kampflos vergeben.
Die Heininger müssen ihre Stärken konsequent auf die Platte bringen, als Mannschaft geschlossen auftreten und sich von der Tabellenkonstellation nicht blenden lassen.
Gemeinsam zum nächsten Heimsieg!
Die Vorzeichen versprechen einen spannenden Handballabend: Der ungeschlagene Tabellenführer trifft auf das Schlusslicht, zwei ehemalige Heininger kehren zurück, und beide Mannschaften haben ihre eigenen Ziele.
Für die Staren geht es darum, ihre beeindruckende Serie fortzusetzen, die Tabellenführung zu verteidigen und den eigenen Fans erneut eine starke Leistung zu präsentieren. Waiblingen hingegen braucht dringend Punkte und wird alles versuchen, den Favoriten zu ärgern.
Das Trainerteam Hagen Gunzenhauser und Mike Wolz wird seine Mannschaft entsprechend einstellen. Entscheidend wird sein, dass die Staren von Beginn an hellwach sind, in der Abwehr entschlossen arbeiten und im Angriff ihre Chancen nutzen.
Sieben Spiele, sieben Siege – jetzt soll der achte folgen!
Dafür braucht es neben einer konzentrierten Mannschaftsleistung auch die Unterstützung der Heininger Fans. Gemeinsam mit dem Publikum im Rücken wollen die Staren die nächsten beiden Punkte einfahren und ihre Erfolgsserie fortsetzen.
Die Botschaft ist klar: Die Punkte sollen in Heiningen bleiben!

