TSV Heiningen – HSG Bargau/Bettringen 29 : 25 (17 : 13)
Von Hansjörg Ksis
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Der TSV Heiningen hat im Abstiegskampf der Oberliga ein eindrucksvolles Lebenszeichen gesendet. Mit einer in allen Mannschaftsteilen überzeugenden Leistung bezwangen die Heiningerinnen den Meisterschaftsmitfavoriten HSG Bargau/Bettringen verdient mit 29:25 und zeigten dabei ihre bislang beste Saisonleistung. Nach dem Auswärtserfolg in Waiblingen bestätigte das Team nicht nur den positiven Trend, sondern legte leistungstechnisch nochmals deutlich nach. Über die kompletten 60 Spielminuten hinweg agierte Heiningen fokussiert, diszipliniert und mit hoher Intensität. Von Beginn an war spürbar, dass die Mannschaft den Ernst der Lage erkannt hat – und bereit ist, die Herausforderung im Abstiegskampf anzunehmen.
Grundlage des Erfolgs war eine außergewöhnlich stabile Defensivleistung. Die Abwehr stand kompakt, arbeitete konsequent im Verbund und zwang die offensivstarke HSG immer wieder zu Abschlüssen unter Druck. Das Tempospiel der Gäste wurde frühzeitig unterbunden, die Räume eng gemacht, Zweikämpfe entschlossen geführt. Diese defensive Stabilität verlieh dem gesamten Auftritt Sicherheit und Struktur. Im Angriff präsentierte sich Heiningen variabel und zielstrebig. Die Chancenverwertung bewegte sich nahezu im Optimalbereich – ein Faktor, der in engen Spielen häufig den Ausschlag gibt. Geduldig herausgespielte Angriffe, kluge Entscheidungen im Abschluss und eine insgesamt hohe Effektivität sorgten dafür, dass der TSV die Kontrolle über das Spielgeschehen behielt. Selbst in Druckphasen blieb das Team ruhig und ließ sich nicht zu überhasteten Aktionen verleiten.
Auffällig war zudem die körperliche Präsenz. Heiningen wirkte insgesamt fitter, spritziger und mental klarer als in vielen Partien zuvor. Das Team spielte mit hoher Konzentration, minimierte technische Fehler und überzeugte sowohl spielerisch als auch kämpferisch. Anders als in manch früherer Begegnung hielt die Mannschaft ihre Leistung über die volle Distanz konstant aufrecht.
Mit dem 29:25-Erfolg gegen einen Titelanwärter belohnten sich die Heiningerinnen endlich für ihren hohen Aufwand der vergangenen Wochen. Die zwei Punkte sind nicht nur tabellarisch von enormer Bedeutung, sondern stärken auch das Selbstvertrauen für die entscheidende Phase der Saison. Die kommenden fünf Spieltage gegen unmittelbare Konkurrenten werden richtungsweisend für den Klassenerhalt sein.
Bereits am kommenden Sonntag um 17 Uhr beim TV Gerhausen bietet sich die nächste Gelegenheit, im direkten Duell weiter Boden gutzumachen. Sollte der TSV die nun gezeigte Stabilität konservieren, ist der Anschluss an das Tabellenmittelfeld wieder im Bereich des Möglichen.
Es spielten:
Im Tor Jana Sbrzesny und Nele Bücker; Anna-Laura Vogl 2, Ksenija Lekic, Maja Seeger 9, Lara Kreidenweiß 3, Emma Derad 1, Cara Giunta 1, Lina Vögl, Theresa Kurz 2, Alicia Passek, Monique Hick 3, Nele Bücker, Marcia Sedlaczek, Johanna Biegert 4, Katharina Schloot 3, Iris Andjic 2.

