TSV Köngen – TSV Heiningen 26 : 26  (11 : 14)

Von Hansjörg Ksis

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Mit einem 26:26-Unentschieden beim Gastgeber TSV Köngen mussten sich die Handballfrauen des TSV Heiningen am Ende begnügen. Nach einer über weite Strecken starken Vorstellung überwog bei den Gästen dennoch das Gefühl, einen möglichen Auswärtssieg aus der Hand gegeben zu haben.

Dabei bestätigten die Heiningerinnen einmal mehr den positiven Trend der vergangenen Wochen. Die Mannschaft präsentiert sich in der Rückrunde deutlich stabiler, geschlossener und mental widerstandsfähiger als noch in der ersten Saisonhälfte. Mit nun 9:1 Punkten aus den letzten fünf Spielen hat sich der TSV eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt erarbeitet. Auch in Köngen zeigte die Mannschaft über lange Phasen genau jene Qualitäten, die in den vergangenen Spielen den Unterschied ausgemacht hatten.

Von Beginn an trat Heiningen konzentriert und taktisch diszipliniert auf. Im Angriff wurden die Spielzüge geduldig ausgespielt, während die Defensive den Gastgeberinnen immer wieder schwierige Abschlüsse aufzwang. Auf dieser Grundlage gelang es den TSV-Frauen, sich Schritt für Schritt abzusetzen. Mitte der zweiten Hälfte lag Heiningen zwischenzeitlich mit sechs Treffern in Führung und schien die Partie unter Kontrolle zu haben.

Umso ärgerlicher war es aus Sicht der Gäste, dass dieser komfortable Vorsprung nicht über die Zeit gebracht werden konnte. In einigen Spielphasen agierte Heiningen zu sorglos und verlor etwas den klaren Fokus. Hinzu kam eine Phase, in der mehrere hundertprozentige Torchancen ungenutzt blieben. Gleichzeitig verlief der Abend im Tor nicht optimal, sodass Köngen wieder zurück ins Spiel fand und sich Tor um Tor heranarbeiten konnte.

Die Partie nahm in der Schlussphase eine überraschende Wendung. Als die Gastgeberinnen in der 55. Spielminute plötzlich mit zwei Toren in Führung gingen, drohte das Spiel endgültig zu kippen. Doch genau in diesem Moment zeigte sich die inzwischen gewachsene Stabilität der Heininger Mannschaft. Anstatt hektisch zu werden, bewahrten die TSV-Frauen Ruhe, organisierten ihre Defensive wieder konsequenter und spielten im Angriff geduldig ihre Möglichkeiten aus.

Der Lohn folgte kurz vor dem Schlusspfiff. Rund 20 Sekunden vor dem Ende setzte Heiningen zu einem ruhigen und strukturierten Angriff an, der schließlich von Cara Giunta erfolgreich abgeschlossen wurde. Mit viel Übersicht und Nervenstärke erzielte sie den hochverdienten 26:26-Ausgleich, der zumindest noch einen Punkt sicherte.

Trotz der verpassten Chance auf zwei Punkte zeigt das Ergebnis auch die positive Entwicklung der Mannschaft. Selbst in einer schwierigen Schlussphase behielt Heiningen die Nerven und kämpfte sich zurück in die Partie. Der gewonnene Punkt hat zudem eine wichtige Bedeutung im Tabellenbild: Der TSV vergrößerte den Abstand zum Relegationsplatz auf fünf Punkte und belegt aktuell Rang sieben.

Am kommenden Wochenende ist der TSV Heiningen spielfrei, bevor danach die entscheidende Phase der Saison beginnt, in der jeder Punkt im Kampf um den sicheren Klassenerhalt von großer Bedeutung sein wird.

Es spielten:
Im Tor Jana Sbrzesny, Alisia Elsesser und Nele Bücker; Anna-Laura Vogl 1, Ksenija Lekic 1, Maja Seeger 3, Emma Derad 2, Cara Giunta 2, Lina Vögl, Theresa Kurz 4, Alicia Passek, Monique Hick, Johanna Biegert 8, Katharina Schloot 4, Iris Andjic 1