TSV Heiningen vs. HSG Willstätt/Hanauerland 38:27 (19:9)
Es war ein Tag, den man als Spieler, sowie als Zuschauer so schnell nicht vergessen wird. In einem von der ersten bis zur letzten Sekunde alles überragenden Spiel konnten die Heininger Staren ihren nächsten Heimsieg einfahren und in der Tabelle von Platz 4 auf Platz 2 springen. Doch es war nicht einfach nur ein Sieg. Es war eine Lehrstunde, eine Klatsche, eine Machtdemonstration der Männer um Trainergespann Gunzenhauser / Wolz. Von Beginn an, hatte man nicht das Gefühl, dass die beiden Mannschaften an diesem Abend auf Augenhöhe agieren würden. Nachdem die Heiniger bereits beim Stand von 3:0 erst in der 6. Spielminute ihren ersten Gegentreffer kassierten, ging der Lauf noch weiter und die Heininger zeigten an diesem Abend keinerlei erbarmen. So wuchs der Vorsprung von dem eben genannten 3:1 (Spielminute 6) auf ein 7:1 (Spielminute 11) und wenig später sogar auf ein 13:3 (Spielminute 19). Die Heininger agierten wie im Rausch. Während sich der Willstätter Angriff ein ums andere Mal die Zähne am Abwehrbollwerk der beiden Kohnle Brüder ausbissen zündeten die Offensivakteure gewohnt treffsicher und skrupellos, und wenn mal ein Ball durch die Abwehrreihen und aufs Tor der Staren kam, gab es da noch einen erneut super aufgelegten Manu Weinbuch zwischen den Pfosten, welcher den letzten Funken Hoffnung auf ein Tor im Keim erstickte. So ging es mit einer überdeutlichen 19:9 Führung in die Halbzeitpause.
Doch egal, was Trainer Frederik Beker in diesen Minuten seiner Gast-Mannschaft versuchten mit in die zweite Halbzeit zu geben, es gelang nichts. Die Staren waren auf jegliche Offensivaktion optimal eingestellt und schafften es immer und immer wieder mit ihrem schnellen Tempospiel, vor allem durch die Schnelle Mitte oder Tempogegenstöße über Linksaussen Moritz Fink die Wunde immer größer zu reißen.
„Es ist natürlich auch ein herber Rückschlag für die Gäste, dass ihr bester Offensivspieler Lennart Cotic aufgrund eines langwierigen Infekts ausfällt. Dennoch glaube ich nicht, dass man die gesamte Mannschaftsleistung nur anhand eines Spielers abhängig machen sollte. Die Willstätter standen bis dato verdient auf Tabellenplatz 3, haben uns im Hinspiel auch geschlagen, so war es heute umso beeindruckender, wie wir performt haben. Jeder wusste, wir können es heute schaffen auf Tabellenplatz 2 zu springen und ich glaube man hat gesehen, wie viel Bock die Jungs darauf hatten.“ – berichtete Felix Kohnle unmittelbar nach dem Spiel.
Folglich verwalteten die Staren die 10-Tore-Halbzeitführung über die ersten paar Minuten der zweiten Halbzeit ehe sie nochmals Tor um Tor weg ziehen und beim Stand von 34:20, in Spielminute 52., die höchste Führung herausspielen konnten. Nachdem in den letzten noch zu verbleibenden Minuten keinerlei Gefahr für den Heimsieg mehr bestand, trudelte das Spiel ohne die nötige Aggressivität aus und endete bei einem überragenden 38:27 Heimsieg der Staren.
Damit grüßen die Staren mit einem Punkteverhältnis von 26:14 von Platz 2, können jedoch vom TSB Schwäbisch Gmünd noch wieder überholt werden, da die Männer aus Gmünd 2 Spiele weniger auf dem Konto haben. Die HSG Willstätt rutscht aufgrund der Enge des oberen Drittels durch diese Niederlage sogar auf Platz 7 herunter.
Für den TSV spielten Weinbuch (1) / Braun im Tor, sowie Fink (9), Zöller (2), Weißer (1), Schreitmüller, Allgaier, Abele (2), T. Neudeck (2), Krempl (4), N. Kohnle (8), F. Kohnle (5), Höer (3) und Bauch (1)