SG Heddesheim – TSV Heiningen 28 : 32 (16 : 11)
Von Michael Kohnle
Mit einer beeindruckenden Aufholjagd hat der TSV Heiningen am letzten Spieltag der Regionalliga Baden-Württemberg einen 32:28 (11:16)-Auswärtssieg bei der SG Heddesheim gefeiert und sich damit den dritten Tabellenplatz gesichert – die beste Platzierung der Vereinsgeschichte.
Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Nur ein Sieg würde den Heiningern reichen, um die starke Saison zu krönen. Entsprechend motiviert ging die Mannschaft um das routinierte Trainergespann Gunzenhauser / Wolz in die Begegnung, tat sich jedoch in der ersten Halbzeit insbesondere im Angriffsspiel schwer. Die Gastgeber aus Heddesheim erwischten den besseren Start, nutzten Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel des TSV konsequent aus und setzten sich früh ab. Vor allem in der Defensive fehlte Heiningen zunächst der Zugriff, sodass die SG bis zur Pause verdient mit 16:11 in Führung lag.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Heiningen kam mit deutlich mehr Energie aus der Kabine, stellte die Abwehr auf eine kompaktere 6:0-Formation um und agierte im Angriff wesentlich zielstrebiger und effektiver. Tor um Tor kämpfte sich der TSV zurück in die Partie, während Heddesheim zunehmend unter Druck geriet.
Angetrieben von den zwei besten Heininger Torschützen Fink (7) / Allgaier (5), einer starken Mannschaftsleistung und einem spürbaren Siegeswillen kippte das Spiel Mitte der zweiten Hälfte endgültig. Heiningen übernahm spätestens beim 26:30 durch Henry Allgaier endgültig die Kontrolle, drehte die Partie und ließ sich die Führung in der Schlussphase nicht mehr nehmen. Mit einem 32:28-Erfolg belohnte sich das Team für eine herausragende zweite Halbzeit.
Damit gelang nicht nur die Revanche für die knappe 25:27-Niederlage im Hinspiel, sondern auch ein historischer Erfolg: Platz drei in der Regionalliga Baden-Württemberg stellt die beste Platzierung der Vereinsgeschichte dar. Darüber hinaus glänzen die Staren mit 26:4 Punkten als beste Rückrundenmannschaft, wobei lediglich die Duelle gegen die beiden Tabellennachbarn aus Albstadt (2.) und Baden-Baden (4.) verloren wurden.
Ein Saisonabschluss, der den starken Charakter und insbesondere auch die Entwicklung der Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht.
Es spielten:
Braun, Weinbuch; Fink 7 (2/3), Zöller 1, Weißer 3, F. Neudeck 4, Dürner 1 (1/2), Allgaier 5, Abele 2, Krempl 1, N. Kohnle 2, Höer 5, Bauch 1, Schreitmüller, F. Kohnle, T. Neudeck

