Die diesjährige Mitgliederversammlung des TSV Heiningen konnte in diesem Jahr aufgrund besonderer Umstände erst wesentlich später stattfinden als dies für gewöhnlich der Fall ist, so dass der 1. Vorsitzende des TSV, Klaus Zeller, erst am vergangenen Freitag diejenigen Mitglieder, die den Weg zur Versammlung gefunden hatten, ganz herzlich dazu begrüßen konnte.

Nachdem die notwendigen Formalitäten zu Beginn der Versammlung abgearbeitet waren und die Versammlung die Tagesordnung einstimmig angenommen hatte, erhoben sich die Anwesenden zum Gedenken an die seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen Vereinsmitglieder, für die stellvertretend Ulrich Schrag genannt wurde, der in unserer Handballabteilung an vielen Stellen und mit enormem Engagement ehrenamtlich tätig war, bevor im Anschluss daran eine ganz Reihe an Vereinsmitgliedern für ihre langjährige Treue und ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle des Vereins geehrt wurden. So erhielten sechs Mitglieder für eine 25-jährige Mitgliedschaft die Silberne Vereinsnadel und fünf weitere wurden für eine 40-jährige Mitgliedschaft mit der Goldenen Vereinsnadel ausgezeichet. Daneben wurden dem Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung, Daniel Butz, und dem 1. Vorsitzenden des TSV, Klaus Zeller, der zuvor auch schon als Abteilungsleiter der Handballabteilung innerhalb des Vereins tätig gewesen war, jeweils die Silberne Ehrennadel für besondere Verdienste überreicht. Als Höhepunkt dieses Tagesordnungspunkts wurden Antonie Gallasch, Karl-Heinz Gallasch und Reinhold Gallasch für ihr jahrzehntelanges herausragendes Engagement zu Ehrenmitgliedern des TSV ernannt – sicherlich eine ganz außergewöhnliche Seltenheit, dass aus einer Familie gleich drei Mitglieder aufgrund ihrer unausgesetzten ehrenamtlichen Aktivitäten mit einer so besonderen Ehrung bedacht werden.

 

In seinem Bericht für die Vorstandschaft ging Klaus Zeller dann auf die wichtigsten Ereignisse und Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Dabei kam er u. a. auf die Klausurtagung im letzten November zu sprechen, bei dem die Vertreter des TSV-Hauptvereins und der verschiedenen Abteilungen sich über die wichtigsten gemeinsamen Arbeitsvorhaben für die kommenden fünf Jahre verständigt hätten. Unter diesen Zielen habe sich als ganz wesentlicher Punkt die Erstellung eines Jugendschutzkonzepts befunden, das in der Zwischenzeit nicht nur vorliege, sondern bei dem auch bereits erste wichtige Schritte zu seiner Umsetzung unternommen worden seien. Ein wichtiges Augenmerk werde dann auch darauf liegen, die Professionalisierung der TSV-Geschäftsstelle weiter voranzutreiben, indem die dort vorhandene Digitalisierung und die damit getätigten Abläufe weiter den stetig sich vollziehenden technischen Entwicklungen angepasst werden müssten, sowie das Profil des Vereins weiter zu schärfen.

Ferner konnte Klaus Zeller davon berichten, dass es im Rahmen der Kooperationsaktivitäten mit den Nachbarsvereinen TSV Bad Boll, GSV Dürnau und TSV Eschenbach und der AOK Neckar-Fils geglückt sei, das abenteuer- und erlebnissportlich ausgerichtete Jump&Fun-Angebot für Kinder und Jugendliche, bei dem Trampolinspringen mit Airtrack-, Indoor-Climbing- und Slackline-Aktivitäten verbunden werden, wieder zu reaktivieren und inzwischen schon wieder über einen sehr erfreulichen Zuspruch verfügt.

 

Positives trat dann auch beim Kassenbericht zutage. So konnte das Geschäftsjahr 2025 erfreulicherweise mit einem geringeren Minus abgeschlossen werden als dies ursprünglich erwartet worden war und auch der Haushaltsplan für das laufende Jahr lässt auf eine positive Entwicklung hoffen, zumal es in diesem Jahr auch bereits gelungen ist, das noch vorhandene Darlehen zur Finanzierung des vor etlichen Jahren erfolgten vorderen Anbaus an die TSV-Halle komplett abzulösen.

 

Nachdem die Entlastung der Vorstandschaft unter der Leitung des anwesenden stellvertretenden Bürgermeisters Rolf Reick auf der Grundlage der Berichte der Vorstandschaft und der beiden Kassenprüferinnen des TSV ebenso einstimmig stattgefunden hatte wie auch die Genehmigung des Haushaltsplans für das laufende Jahr 2026, erfolgten dann die Berichte der verschiedenen Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter, die ebenfalls durchweg ein positives und erfreuliches Bild abgaben und für die weitere Zukunft des Vereins erwartungsfroh stimmen, wie auch die gesamte Versammlung trotz aller Sachlichkeit und der Aufmerksamkeit auf eine möglichst aussagekräftige und effektive Behandlung der einzelnen Tagesordnungspunkte in der üblichen sehr entspannten und solidarischen Atmosphäre stattfand.

 

Bei dem darauf folgenden Tagesordnungspunkt Wahlen wurde der 2. Vorsitzende des TSV, Jürgen Neubrand, einstimmig für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt, während die bislang schon unbesetzten Vorstandsämter mangels Bewerbern leider weiterhin unbesetzt blieben, ein Umstand der dazu führt, dass auch bis auf weiteres die Last der Arbeit im Hauptverein auf einigen wenigen Schultern ruhen wird. Ebenfalls einstimmig erfolgte die Bestätigung der im Vorfeld der Mitgliederversammlung in den jeweiligen Abteilungsversammlungen gewählten Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter.

 

Nachdem an die Mitgliederversammlung keine Anträge vorlagen, wurde als letzter Tagesordnungspunkt der Punkt „Verschiedenes“ aufgerufen, den Rolf Reick dazu nutzte, um in Vertretung des entschuldigten Heininger Bürgermeisters Matthias Kreuzinger, der an diesem Abend einen wichtigen Auswärtstermin wahrnahm, auf einige aktuelle Themen der Gemeindepolitik einzugehen. Dabei ging er ausführlicher auf die Veränderung der Vereinsförderrichtlinien der Gemeinde Heiningen ein, die ab diesem Jahr gelten und trotz einer sehr schwierigen Haushaltslage für alle Heininger Vereine eine stärkere finanzielle Unterstützung mit sich bringe als dies in der Vergangenheit ohnehin schon der Fall gewesen sei. Damit habe der Gemeinderat ein deutliches Zeichen dafür setzen wollen, welchen enormen Stellenwert das ehrenamtliche Engagement in Heiningen besitze, das nicht zuletzt auch in der sehr guten kontinuierlichen und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den ortsansässigen Vereinen und der Gemeinde zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck komme. Dies gelte natürlich auch für die umfangreichen Aktivitäten des TSV als des größten Vereins am Ort, der mit seinen rund 1.200 Mitgliedern, seiner ausgedehnten Jugendarbeit und seinem vielfältigen Sport- und Bewegungsangebot, aber auch in anderer Hinsicht, einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen und kulturellen Leben in Heiningen leiste, für das er an dieser Stelle Dank sagen wolle.

 

Klaus Zeller nahm diesen Ball auf und bedankte sich seinerseits namens des TSV für die gute Zusammenarbeit und die reiche Unterstützung, die der Verein seitens der Gemeinde erfahre. In seinen Dank schloss er die Abteilungen des TSV und alle darin Tätigen, alle Funktionsträger und „Schaffer“ ebenso ein wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TSV-Geschäftsstelle, ohne die er nicht dazu in der Lage wäre, sein Amt als 1. Vorsitzender auszuüben.

 

Da keine weiteren Wortmeldungen aus der Versammlung erfolgten, bedankte sich Klaus Zeller bei allen Anwesenden fürs Kommen, schloss die Versammlung und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.